Ensemble

Adolf Eichmann   Stefan Carstens
Hauptmann Chass  
Volkmar Scharf
Dr. Frieda Schilch  
Kristin Ude
Vera Eichmann  
Ulrike Gradl
Ofer  
Markus Nondorf

in den Videosequenzen:
Günther Michael Erhardt
Erika Peßler
Irfan Taufik
Jochen Kuhl
Hannes Seebauer
Erich Ude

Bühnenbild   Manfred Schaller
Technische Leitung   Ralf Heither
Regieassistenz   Tim-Sören Meyer
Dramaturgie   Hartfried Kaschmieder
Inszenierung   Nikolaus Struck
 

Wir arbeiten bei unserer Produktion zusammen mit dem
Berufsbildungswerk Nürnberg für Hör- und Sprachgeschädigte

In den Werkstätten entstand ein großer Teil unseres Bühnenbildes, die Proben fanden in den Räumen des BBW statt und wir erhielten wertvolle technische Unterstützung.
Stefan Carstens, der in unserer Produktion die Titelrolle übernommen hat , ist hier Leiter der Pädagogischen Audiologie.

www.bbw-nuernberg.de

Bruder Eichmann - Bühnenbild

Bruder Eichmann - Bühnenbild

Bruder Eichmann - Bühnenbild

 

 

 

 

BRUDER EICHMANN    

Adolf Eichmann kam eine Schlüsselrolle bei der Ausrottung des jüdischen Volkes während des Dritten Reiches zu. Er organisierte die Transporte in die Vernichtungslager, ließ die Fahrpläne ausarbeiten und sorgte für die ausreichende Nutzung der Gaskammern.

Nach dem Krieg tauchte er in Argentinien unter, wo er vom israelischen Geheimdienst aufgespürt und entführt wurde. Man stellte ihn in Israel vor Gericht und am 31.Mai 1962 wurde Eichmann aufgrund seiner Verbrechen gegen das jüdische Volk und die Menschlichkeit gehenkt.

Was er seinem Verhörer, dem Polizeihauptmann Less, gestand, gab mehr preis als alle bisherigen Einblicke in die Apparatur der Vernichtung.

Aus den Protokollen der Verhöre hat der Dramatiker Heinar Kipphardt (08.3.22 - 18.11.82) ein Schauspiel destilliert, das sich nicht nur mit der Person Eichmanns und seiner Rolle im Dritten Reich auseinandersetzt, sondern das Thema der Verantwortung des Einzelnen im allgemeinen untersucht.

Er selbst schreibt dazu:

“ Das Stück beschreibt, wie ein ziemlich durchschnittlicher junger Mann aus Solingen, aufgewachsen in Unz, Vertreter bei Vacuum-Oil, auf sehr gewöhnliche Weise zu der monströsen Figur Adolf Eichmann wird, die administrative Instanz im Genozid an den europäischen Juden, «ein Rädchen im Getriebe», wie er sich nennt, ein Funktionär des «Krieges gegen die Juden», durch den Befehl und Eid gewissensgeschützt.

Das Stück zeigt auch, wie in der Eichmann-Haltung die Soldatenhaltung und die funktionale Haltung des durchschnittlichen Bürgers überhaupt steckt, die Haltung, Gewissen sei an die Gesetzgeber und an die Befehlsgeber delegiert.
Genauer gesehen zeigt sich, daß die Eichmann-Haltung die gewöhnliche Haltung in unserer heutigen Welt geworden ist, im Alltagsbereich wie im politischen Leben, wie in der Wissenschaft - von den makabren Planspielen moderner Kriege, die von vornherein in Genozid-Größen denken, nicht zu reden. Deshalb heißt das Stück BRUDER EICHMANN. “

 Aufführungsrechte: Rowohlt Theaterverlag, Reinbek

 

  Kritiken in
Nürnberger Nachrichten
Nürnberger Zeitung
Abendzeitung

 

 

 

 

 

Bruder Eichmann - Bühnenbild

Bruder Eichmann